Pflege-Bahr / geförderter Einstieg in die Private Pflege

Geschrieben von Andreas Bülte am in Neuigkeiten

Bei der staatlich geförderten Pflegeergänzungsversicherung (GEPV) handelt es sich um eine Pflegegeldversicherung, die von den Privaten Krankenversicherern ab dem 01. 01 2013 angeboten wird. Im Versicherungsfall wir der bei Vertragsabschluß vereinbarte Betrag monatlich ohne Nachweis der tatsächlich anfallenden Pflegekosten ausgezahlt, kann also nach eigenen Präferenzen verwendet werden. 

Die Rahmenbedingungen der geförderten Pflegezusatzversicherung sind denkbar einfach. Sie kann von allen abgeschlossen werden, die in der sozialen bzw. der privaten Pflegepflichtversicherung versichert sind, sofern sie das 18. Lebensjahr vollendet haben und bei Vertragsabschluss nicht pflegebedürftig sind. Es gibt keine Altersgrenze nach oben. Damit Versicherte die staatliche Zulage von 5 Euro im Monat erhalten, muss ihr Vertrag bestimmte Mindestleistungen vorsehen. So muss beispielsweise in Pflegestufe III eine Leistung von mindestens 600 Euro monatlich vorgesehen sein. Für die anderen Pflegestufen sieht der Gesetzgeber ebenfalls Untergrenzen vor (60/30% für Stufen 2/1). Gleichzeitig muss der zu zahlende Beitrag inklusive der staatlichen Zulage mindestens 15 Euro monatlich betragen. Der tatsächliche Beitrag richtet sich dabei nach den im Vertrag vereinbarten Leistungen und dem Lebensalter bei Vertragsabschluss. Gleichzeitig gilt für die anbietenden Unternehmen ein Annahmezwang. Etwaige Vorerkrankungen dürfen also nicht abgefragt werden und haben daher keinen Einfluss auf das Zustandekommen des Vertrages, den Versicherungsumfang oder die Beitragshöhe. Da sich der zu zahlende Beitrag unter anderem nach dem Alter bei Vertragsabschluss richtet, ist die Versicherung für junge Menschen besonders preisgünstig. Wer etwa mit Anfang 20 einen entsprechenden Vertrag abschließt, wird für seine 15,-€ deutlich mehr als die Mindestabsicherung von 600,-€ erhalten. 

Der Pflege-Bahr ist eine gute Ergänzung zur gesetzlichen Pflegepflichtversicherung, schon wegen der Verpflichtung zur Annahme von Personen mit gesundheitlicher Vorbelastung. 

Hierin liegt wohl auch eine Grund, warum es neben dem Pflege-Bahr Absicherungen gibt, die für gesunde Menschen attraktiver sind. Die Tarife am Markt werden sich entwickeln. Die Beratung und Auswahl bleibt also spannend.

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Andreas Bülte

Tätigkeitsschwerpunkte: klassische Rundumbetreuung zu privaten und gewerblichen Absicherungen, werthaltige Kapitalanlagen, Spezialgebiet: Einrichtung und Sanierung betrieblicher Altersversorgung, Einrichtung alternativer Lohnkonzepte über Nettolohnoptimierung