Betriebliche Altersvorsorge

ASSKUR-Überblick:

  • Soziale Verantwortung für Mitarbeiter
  • Gesetzliche Pflicht zur Umsetzung der BAV
  • Hohe Mitarbeitermotivation und Mitarbeiterbindung
  • Über Kollektive attraktiver Zusatznutzen für Mitarbeiter
  • Mehrstufige Versorgungsmodelle
  • Rechtssichere Umsetzung schützt vor Haftungsrisiken
  • Auch für 400,-€-Kräfte
  • Der Arbeitgeber spart Sozialversicherungsbeiträge
  • Alternative zur Lohnerhöhung
  • Attraktivitätssteigerung zum Nulltarif

Notwendigkeit und Pflicht zur Umsetzung

Die gesetzliche Altersversorgung allein reicht für eine auch nur annähernd ausreichende finanzielle Versorgung im Ruhestand bei weitem nicht aus.

Ob nun aus sozialer Verantwortung oder nach gesetzlichen Vorgaben, macht es Sinn, sich als Arbeitgeber mit der Betrieblichen Altersversorgung (BAV) auseinandersetzen.

Arbeitnehmer haben Anspruch auf betriebliche Altersversorgung

Ziel des Gesetzgebers ist es, für jeden Arbeitnehmer Zugang zur betrieblichen Altersversorgung zu schaffen. Seit 2002 haben Arbeitnehmer deshalb einen Rechtsanspruch auf eigenfinanzierte betriebliche Vorsorge – als Arbeitgeber müssen Sie Ihren Beschäftigten auf Wunsch die Möglichkeit bieten, über den Betrieb für das Alter zu sparen.

Als Chef sind Sie zwar nicht verpflichtet, sich an der Alterssicherung Ihrer Beschäftigten finanziell zu beteiligen. jeder Arbeitnehmer kann aber eine betriebliche Altersversorgung verlangen, sofern er bereit ist, dafür einen Teil seines Gehalts einzusetzen. Dies gilt sogar für Teilzeitkräfte und für geringfügig Beschäftigte.

Will der Arbeitnehmer also bspw. sein Weihnachts- oder Urlaubsgeld dazu verwenden, eine betriebliche Altersversorgung aufzubauen, sind Sie als Arbeitgeber verpflichtet, diesem Wunsch im gesetzlich bestimmten Umfang nachzukommen (Umwandlung von Entgelt bis zu vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze West in der gesetzlichen Rentenversicherung – das sind 2.688 Euro im Jahr 2012).

Als Arbeitgeber sollte man in jedem Fall aktiv werden und seinen Mitarbeitern frühzeitig ein Angebot zur Entgeltumwandlung im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung machen. So hat man die Möglichkeit, ein Vorsorgesystem einzuführen, das auf Unternehmen und Mitarbeiter gleichermaßen zugeschnitten ist.

BAV als Instrument zur Mitarbeiterbindung

Gute Mitarbeiter sind rar. Das war schon immer so. In vielen Bereichen gibt es bereits heute einen Fachkräftemangel. Glaubt man den Prognosen der Wirtschaftsweisen, so wird sich diese Tendenz fortsetzen.

Die Unternehmen, die in der betrieblichen Altersversorgung gut aufgestellt sind und die „Klaviatur“ beherrschen und nutzen, haben kein Problem, Mitarbeiter zu halten und Fachkräfte in Zukunft zu finden. Mittlerweile zeigen über 50% der Unternehmen in Deutschland Verantwortung für das Alterseinkommen ihrer Beschäftigten.

Mit mehrstufigen Versorungsmodellen können aufeinander aufbauende Vorsorgestufen eingerichtet werden, um unterschiedliche Zielesetzungen der Unternehmensleitung optimal zu fördern und in einer Gesamtstrategie umzusetzen. Das klingt kompliziert, ist mit fachmännischer Unterstützung durch uns aber schnell auf den Punkt gebracht.

Oft genügen schon Kleinigkeiten, wie die Weitergabe der eigenen Sozialversicherungsersparnis bei der BAV, um bei den Mitarbeitern positive Signale zu setzen. Über Kollektive kann der Arbeitgeber Mitarbeitern Zugang zu Berufsunfähigkeitsschutz mit vereinfachter Gesundheitsprüfung bieten, oder gängige Versicherungen (wie Unfall-) zu stark vergünstigten Konditionen. Lernen Sie die verschiedenen Bausteine kennen und entscheiden Sie, welchen Wert sie für Ihre Ziele haben.

Durchführungswege

Direktversicherung und Pensionskasse

Die Direktversicherung nach altem Recht (§ 40 b EStG), deren Vertragsbeginn in der Regel vor 2004 lag, wird aus Sonderzahlungen wie Weihnachts- und Urlaubsgeld bespart. Auf die Beiträge wird eine Pauschalsteuer i.H.v. 20% erhoben, plus Soli und Kirchensteuer. Die Auszahlung der Leistungen ist steuerfrei.

Nach der Rentenreform 2005 unterliegt die „neue“ Direktversicherung und Pensionskasse § 3.63 EStG der sogenannten nachgelagerten Besteuerung. Das hat für den Arbeitnehmer den Vorteil – bis zu 4 % der Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung (2011 2640,-€) – Steuern und Sozialabgaben zu sparen. Der Arbeitgeber spart Lohnnebenkosten. Erst in der Leistungsphase unterliegen die Leistungen der sogenannten nachgelagerten Besteuerung aber dann zu erheblich günstigeren Konditionen (Rentnerbesteuerung). Die Beiträge können konventionell oder in Fonds angelegt werden.

Pensionszusage

In der Regel nutzen diesen Durchführungsweg Geschäftsführende – Gesellschafter oder Geschäftsführer von GmbHs. Hier wird von dem Unternehmen eine Leistungszusage wie lebenslange Rente, Hinterbliebenen- und/oder Invaliditätsversorgung gemacht. Diese Vereinbarungen sind bilanzierungspflichtig, d.h. die Unternehmen können die Zusage steuerlich geltend machen und müssen dafür Rückstellungen in der Bilanz bilden.

(Wegen der Flexibilität in Höhe und Art der Leistungen wird die Pensionszusage häufig als „Königsweg“ der Betrieblichen Altersversorung bezeichnet.

Angesichts der Bilanzierungsvorschriften seit 2009 (BilMoG) wird dieser Durchführungsweg „kritisch“ betrachtet. Mangelnde Rückdeckung und Fehler in den Zusagen machten aus ca. 70% der Pensionszuzsagen Sanierungsfälle. )

Zusammen mit den Steuerberatern der Unternehmen kümmern wir uns mehr um die Sanierung bestehender Pensionszusagen, als um die sichere Umsetzung neuer Zusagen.

Rückgedeckte Unterstützungskasse

Die rückgedeckte  Unterstützungskasse ist eine rechtlich selbständige Versorgungseinrichtung, die von einem oder mehreren Unternehmen getragen wird. Arbeitnehmer und Arbeitgeber sparen Sozialabgaben bis zu 4% der Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung. Die Beiträge sind fast unbegrenzt steuerfrei. Es besteht lediglich eine Leistungsbegrenzung. Es findet keine Bilanzberührung statt. Zur Minderung der Steuerprogression kann bei Kapitalauszahlungen die sogenannte „Fünftelregelung“ zur Anwendung kommen.

Pensionsfonds

Der Pensionsfonds wird in Verbindung mit der Unterstützungskasse genutzt, um bestehende Pensionszusagen aus der Bilanz „auszulagern“, um eine Bilanzneutralität herzustellen. (Past- und Future Service).

Minijob Rente

Geringfügig Beschäftigte haben im Regelfall aufgrund Ihres Einkommens nicht die Möglichkeit, für das Alter eine zusätzliche Vorsorge aufzubauen. Die geringfügig Beschäftigten unterliegen grundsätzlich nicht der Sozialversicherungspflicht. Der Arbeitgeber ist unter Umständen an einer Erhöhung der Arbeitskapazität interessiert, um die Produktivität seines Mitarbeiters zu steigern. Mehr Lohn führt zu einer Sozialversicherungspflicht auf beiden Seiten.

Lösung: Die Mehrarbeitszeit wird in Form von Vorsorgelohn gezahlt. Das heißt, der Arbeitgeber kann steuer- und sozialversicherungsfreie Beiträge für die „Mehrarbeit“ in die betriebliche Altersversorgung einbringen.

Finanzierung der betrieblichenAltersversorgung

Der Arbeitgeber hat die Möglichkeit für den Abeitnehmer in die betriebliche Altersversorgung zu zahlen (arbeitgeberfinanziert). In diesem Fall „schützt“ der Gesetzgeber den Arbeitgeber mit einer gesetzlichen Unverfallbarkeit von 5

Jahren. Die andere Art der Finanzierung ist die Entgeltumwandlung (arbeitnehmerfi nanziert). Hier wird eine sofortige Unverfallbarkeit für den Arbeitnehmer eingeräumt. Eine Mischfinanzierung ist möglich und für beide Seiten interessant

Umsetzung der Betrieblichen Altersversorgung (BAV)

Der Aufwand für den Betrieb soll gering gehalten werden. Wir übernehmen für Sie einen großen Teil der für Umsetzung erforderlichen Aufgaben.

  • Analyse und Konzepterstellung
  • Unterstützung bei der Erstellung einer Versorgungsordnung
  • Präsentation vor und mit den Arbeitnehmern
  • Vermittlung der Sozialen Kompetenz des Arbeitgebers an die Arbeitnehmer
  • Dokumentation der Beratung für die Personalakte
  • Übersicht über alle Altersvorsorgeanbieter
  • Minimierung der Haftung für den Arbeitgeber

Bei der Prüfung bestehender Versorgung entdecken wir immer wieder Haftungsrisiken, die durch unsere professionelle Umsetzung vermieden werden.